Fachbereich 01

KULTUR- UND SOZIALWISSENSCHAFTEN


Navigation und Suche der Universität Osnabrück


Hauptinhalt

Topinformationen

Aktuelles aus dem Fachbereich

Gastvortrag "Todschick – Nachhaltigkeit und Mode"

Die Kleidung auf unserer Haut wird global produziert. Wissen wir, wer in Indien, Bangladesch, Rumänien oder der Türkei für unsere Kleidung auf Baumwollfeldern, in Spinnfabriken oder Nähbetrieben arbeitet? Kennen wir die Umweltauswirkungen? Wie können wir zu mehr Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit in der Modebranche beitragen? Die Modedesignerin und Nachhaltigkeitsexpertin Johanna Bose des Bonner Vereins FEMNET e.V. erläutert in ihrem Vortrag die Hintergründe der Bekleidungsindustrie und diskutiert mit Ihnen Veränderungsansätze.

- Textile Kette mit Hot Spots Arbeitsrechtsverletzungen sowie Umweltzerstörungen
- Handlungsansätze für Unternehmen und Politik 
- Handlungsansätze für VerbraucherInnen und BürgerInnen

Mittwoch, 31. Mai 2017 
18:00 – 19:30 Uhr 
Seminarstraße 20 (EW), Raum 15/E27 

INschrift – ABschrift – TRUGschrift. Bild- und Schriftinformationen als Mittel der Legitimation und Akzeptanz von Zahlungsmitteln in vormodernen Gesellschaften

Während sich Geld in der Moderne zunehmend von seiner materiellen Komponente löst und davon unabhängige Legitimationsstrategien entwickelt, waren seine Verbindung zum Material und die Funktion als Kommunikationsmittel bis in die Neuzeit für den Wert und die Akzeptanz im Warenverkehr von entscheidender Bedeutung. Der von der Fritz Thyssen Stiftung geförderte Workshop untersucht das wechselseitige Verhältnis von Bild- und Schriftinformationen in Bezug auf die Legitimation, Akzeptanz und Dominanz von Zahlungsmitteln in antiken und vormodernen Gesellschaften im Zusammenspiel mit deren materiell-medialem historischen Umfeld. Anhand von Fallstudien verschiedener Wissenschaftsdisziplinen werden die verschiedenen Abstraktionsebenen der ikonographisch-epigraphischen Medialität des Geldes untersucht und diskutiert.

Veranstaltungsort: 25.09.2017: Universitätsbibliothek Osnabrück, Zimeliensaal, Alte Münze 16, Raum 09/114
26.-27.09.2017: Universität Osnabrück, European Legal Studies Institute, Süsterstraße 28, Raum 44/E03

Datum / Uhrzeit:
25.09.2017: 19:00 Uhr Öffentlicher Abendvortrag
26.09.2017: 9:00-17:00 Uhr
27.09.2017: 9:00-13.00 Uhr

 Veranstalter: PD Dr. Sebastian Steinbach
Historisches Seminar Wirtschafts- und Sozialgeschichte
Art der Veranstaltung: Workshop

Weitere Informationen zum Workshop finden Sie auch auf der Internetseite: https://www.geschichte.uni-osnabrueck.de/abteilungen/wirtschafts_und_sozialgeschichte/neuigkeitenveranstaltungen.html

Gastvortrag Radikalisierung

Titel: Wie wird man eigentlich „radikal“? Radikalisierung und ihre Prävention
Zeit: 13.06.2017, 18 Uhr
Ort: 15/130

Vortragende:
Dr. Michael Kiefer, Institut für Islamische Theologie, Universität Osnabrück
Dr. Matthias Quent, Institut für Demokratie und Zivilgesellschaft, Jena

Moderation:
Dr. Hendrik Hegemann, Zentrum für Demokratie- und Friedensforschung

Beschreibung:
Radikalität und Radikalisierung sind keine neuen Erscheinungen. Vor dem Hintergrund aktueller
Entwicklungen in Europa haben sie in den letzten Jahren jedoch enorm an Bedeutung im öffentlichen
Diskurs gewonnen. Nach der jüngsten Welle islamistisch motivierter Anschläge in Paris, Brüssel oder
Nizza drängt sich die Frage auf, warum Menschen zu terroristischer Gewalt gegen die Gesellschaften,
in denen die Mehrheit von ihnen geboren wurde oder aufgewachsen ist, greifen. Gleichzeitig belegen
die Aufdeckung der Mordserie des Nationalsozialistischen Untergrunds und die Zunahme von
Gewalttaten gegen Unterkünfte für Geflüchtete die andauernde Virulenz rassistisch und
rechtsextremistisch motivierter Gewalt. Die Reaktionen ohnehin verunsicherter Gesellschaften
drohen zudem die Spirale gegenseitiger Radikalisierung weiter voranzutreiben. In öffentlichen
Diskussionen über diese Themen wird der Begriff Radikalisierung inzwischen weitgehend
unhinterfragt verwendet. Was Radikalisierung genau ist, wie man eigentlich „radikal“ wird und was
man dagegen tun sollte, darüber besteht jedoch keine Einigkeit. Reichen schon radikale Ansichten
oder wird erst die Unterstützung für bzw. der Griff zu Gewalt zum Problem? Welche individuellen
oder strukturellen Faktoren befördern Radikalisierung? Und ab wann und wie sollten sich Staat und
Gesellschaft um Prävention und De-Radikalisierung bemühen? Diesen und ähnlichen Fragen möchte
unsere Diskussionsrunde zusammen mit dem Islamwissenschaftler Michael Kiefer sowie dem
Soziologen und Rechtsextremismusforscher Matthias Quent nachgehen.

Stellungnahme des Kunsthistorischen Instituts zur Entscheidung des Präsidiums

Schließung des Kunsthistorischen Instituts

Völlig überraschend hat das Präsidium der Universität Osnabrück am 6. Dezember 2016 die Lehrenden des Kunsthistorischen Instituts und den Dekan des Fachbereichs 1 / Kultur- und Sozialwissenschaften über seine Absicht informiert, das Kunsthistorische Institut 2023/24 zu schließen und den Bachelor- wie den Master-Studiengang Kunstgeschichte einzustellen. Als Begründung für die beabsichtigte Schließung wurde die prekäre Finanzsituation der Universität angeführt. Das Präsidium sieht keine Alternative zu dieser Entscheidung, weil u.a. die Situation in den Naturwissenschaften zu berücksichtigen sei und man dort zusätzliche Mittel einsetzen wolle, um die Attraktivität/und oder Konkurrenzfähigkeit zu steigern. Darüber hinaus verursache die Schließung des Faches, das nicht zu den Lehramtsfächern gehört, die geringsten „Kollateralschäden“ innerhalb der Universität.

Wir halten diese Entscheidung für skandalös und ihre Begründung in hohem Maße für befremdlich. Fachgruppen gegeneinander auszuspielen ist mit einer verantwortungsvollen Hochschulpolitik unvereinbar. Ein erfolgreiches, innerhalb der Universität traditionell und weitverzweigt eingebundenes Fach zu schließen ist ein alarmierendes Signal für andere geisteswissenschaftliche Fächer. Ganz offensichtlich kommt es nicht auf Fakten an. Dies zu vermuten liegt deshalb nahe, weil im Vorfeld falsche Zahlen über das Institut in Umlauf gebracht wurden. Ein derart unfaires Vorgehen zeigt, dass ein bewusst erweckter falscher Eindruck einer Legitimierung der sachlich und inhaltlich unbegründeten Entscheidung dienen soll. Abgesehen davon ist die Universitätsleitung gerade dabei, die Zeichen der Zeit zu verschlafen. Außerhalb Osnabrücks hat man mittlerweile erkannt, dass Kompetenz im Umgang mit Bildern, die Kultur und menschliches Verhalten prägen, von zentraler Bedeutung ist und sein wird. Deshalb baut man an anderen Orten gerade Kunstgeschichte und Bildwissenschaft als unverzichtbare Disziplinen im Spektrum des geisteswissenschaftlichen Fächerkanons weiter aus; im Zukunftskonzept der Universität Osnabrück aber findet diese Entwicklung keine Beachtung.

Wir kritisieren auf Schärfste auch die Informationspolitik des Präsidiums, die allen Regeln eines von Vertrauen geprägten Umgangs miteinander widerspricht. Die Vertreter des Fachs ohne Vorankündigung vor vollendete Tatsache zu stellen, hat im 21. Jahrhundert keinen Platz. Wo Gesprächsverweigerung das Handeln bestimmt und universitäre Einrichtungen zu bloßen Entscheidungsempfängern degradiert werden, ist Universität als eine Gemeinschaft von Lehrenden und Lernenden tot. Wer glaubt, auf diese Weise eine zukunftsorientierte Hochschulpolitik betreiben zu können, hat von moderner Universität nichts verstanden.

Unsere Petition zum Erhalt des Instituts und der Studiengänge ist zu finden unter:

https://www.change.org/p/<wbr />präsidium-der-universität-<wbr />osnabrück-für-den-erhalt-des-<wbr />kunsthistorischen-instituts-<wbr />an-der-universität-osnabrück?<wbr />utm_medium=email&utm_source=<wbr />notification&utm_campaign=<wbr />signature_receipt&share_<wbr />context=signature_receipt&<wbr />recruiter=22546189

Inzwischen sind Protestmaßnahmen gegen die Entscheidung der Universitätsleitung angelaufen. Erste Berichte sind in der lokalen Presse nachzulesen:

http://www.noz.de/lokales/osnabrueck/artikel/824186/uni-osnabrueck-schliesst-institut-fuer-kunstgeschichte#gallery&0&0&824186

http://www.noz.de/lokales/osnabrueck/artikel/826889/wissenschaftler-kaempfen-fuer-kunstgeschichte-in-osnabrueck

http://www.noz.de/lokales/osnabrueck/artikel/830858/uni-streit-eskaliert-kunst-institut-attackiert-praesident

http://www.noz.de/lokales/<wbr />osnabrueck/artikel/835117/uni-<wbr />osnabrueck-kunstgeschichte-<wbr />ist-nicht-unverzichtbar-1

Osnabrücker Student wird für beste Bachelorarbeit ausgezeichnet

Köln, 3. Juni 2016: Die Online-Händler Mymüsli, Cyberport und Zalando haben Eines gemeinsam: Sie sind von einer reinen Online-Strategie abgerückt und haben stationäre Ladenlokale eröffnet. Damit sind sie Teil eines Trends, dem immer mehr Online-Händler folgen.

Florian Niemeyer, Student des Instituts für Geographie der Universität Osnabrück, hat diese aktuelle Entwicklung in seiner Bachelorarbeit „Standortmuster der Expansion ehemaliger reiner Online-Händler in den stationären Einzelhandel in Deutschland“ untersucht. Dafür wurde er am Freitag, dem 3.6.2016, mit dem Preis für die deutschlandweit beste Bachelorarbeit zur Handelsforschung ausgezeichnet. Prof. Dr. Jürgen Rauh von der Universität Würzburg überreichte ihm Urkunde und Geldpreis im Rahmen der Jahrestagung des Arbeitskreises Geographische Handelsforschung der Deutschen Gesellschaft für Geographie an der Universität zu Köln. In seiner Laudatio lobte Rauh die hervorragende Arbeit.

Mit Florian Niemeyer nach Köln gereist war der Betreuer der Arbeit, Prof. Dr. Martin Franz. Dieser freute sich: „Es ist schön zu sehen, dass die tolle Leistung von Herrn Niemeyer solche Anerkennung findet.“ Florian Niemeyer bleibt der Universität Osnabrück zumindest noch zwei weitere Jahre erhalten: Er studiert seit diesem Semester den Masterstudiengang „Wirtschafts- und Sozialgeographie“.

Welchen Einfluss haben Staaten auf Migration? Forschungsprojekt abgeschlossen – Reichweite und Grenzen der Migrationspolitik aufgezeigt

Migration und Flucht ist ein europäisches Dauerthema seit vielen Monaten. Im Fokus steht aktuell dabei vor allem ein tiefgreifendes Problem: Mit welchem Ziel und auf welche Weise sollen, können und wollen EU, Bund oder Bundesländer Einfluss auf die Flüchtlingsbewegungen nehmen? Die Beobachtung der aktuellen Situation ruft die Frage nach den langen Entwicklungslinien und den Grundmustern des Verhältnisses von Staat und Migration auf. Vielfältige Antworten darauf ergab das Forschungsprojekt »Staat und Migration in Deutschland seit dem 17. Jahrhundert« an der Universität Osnabrück, das nunmehr abschlossen wurde und dessen Ergebnisse soeben erschienen sind.

Das Forschungsprojekt untersucht das komplexe Verhältnis des Handelns von Migrantinnen und Migranten einerseits sowie staatlicher Akteure andererseits.Klar ist: Staaten haben immer schon Einfluss auf Migration genommen. »Staaten ermöglichen Migration, beschränken oder verhindern sie aber auch, versuchen sie in bestimmte Bahnen zu lenken«, sagt Projektleiter apl. Prof. Dr. Jochen Oltmer, Migrationsforscher und Historiker am Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien (IMIS) der Universität Osnabrück. »Die grundlegende Frage lautet: Warum wird in manchen Konstellationen Migration gefördert, in anderen aber behindert? Welche Rechte werden Migranten wann und warum gegeben? Und wie steht es überhaupt um die Einflussmöglichkeiten des Staates auf Migrationsbewegungen und den langen Prozess der Integration von Einwanderern?«, fügt Oltmer hinzu. 

Aufschlüsse über solche Fragen bot das Projekt viele. Der Migrationsforscher Oltmer: »Es fällt auf, dass staatliche Akteure Migration meist als Ergebnis von Krisen, Katastrophen und Defiziten sehen. Ihre Folgen gelten gemeinhin als Gefahr für Sicherheit, Wohlstand sowie gesellschaftliche und kulturelle Homogenität.« Migration erscheine mithin als Risiko, das dringend der restriktiven politischen Vor- und Nachsorge bedürfe und das Handeln des Staates motiviere.  

»Staatliche Akteure überschätzen jedoch häufig die Reichweite ihres Einflusses auf Migration«, fasst Oltmer zusammen. Das gelte nicht zuletzt auch deshalb, weil meist eher Konkurrenz als Kooperation zwischen verschiedenen staatlichen Einrichtungen herrsche. Immer wieder reagieren und reagierten Staaten hektisch auf Veränderungen im Migrationsgeschehen während planvolles Handeln anhand zielorientierter Konzepte selten sei. »Beobachten lässt sich meist eine Kette von sich zum Teil widersprechenden Ad-hoc-Maßnahmen als Reaktion auf Bewegungen«, hebt der Osnabrücker Migrationsforscher hervor. 

»Im Staatsapparat haben sich kaum jemals profunde Kenntnisse über das komplexe Phänomen Migration, seine Hintergründe, Formen und Folgen herausgebildet«, ergänzt der Historiker. Migration als Querschnittsbereich, der in viele gesellschaftliche und politische Bereiche hineinrage, sei nur selten koordiniert angegangen worden oder habe gar in der Kompetenz nur einer einzigen Behörde oder eines Ministeriums gestanden.»Staatliche Akteure können sich übrigens auch weitaus eher auf restriktive Maßnahmen einigen als auf Tendenzen der Öffnung gegenüber Migration«, resümiert Jochen Oltmer. 

Das Forschungsprojekt am IMIS ermöglichten die VolkswagenStiftung und das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur. Die Ergebnisse des Projekts sind soeben erschienen: Jochen Oltmer (Hg.), Handbuch Staat und Migration in Deutschland seit dem 17. Jahrhundert, Berlin/Boston: Verlag De Gruyter Oldenbourg 2016, 1058 Seiten, ISBN 978-3-11-034528-5 (ist zugleich als als eBook erschienen), http://www.degruyter.com/view/product/247932?rskey=ybIEmu&result=1 

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Apl. Prof. Dr. Jochen Oltmer, Universität Osnabrück
Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien (IMIS)
Neuer Graben 19/21, 49069 Osnabrück
Tel.: +49 541 969 4365
E-Mail: joltmer@uni-osnabrueck.de
Weitere Informationen zur Person: https://www.imis.uni-osnabrueck.de/oltmer_jochen/zur_person/profil.html  

Informationen zum Update-Angebot auf Windows 10

Ab dem 29. Juli wird Microsoft ein Online-Update auf Windows 10 anbieten. Auf den meisten Rechnern mit Windows 7 und 8 findet man bereits seit längerer Zeit unten rechts in der Ecke ein Symbol, mit dem Sie sich für ein Update registrieren können. Wenn Sie die Option zur Installation wählen, wird ihr Betriebssystem von Windows 7 oder 8 auf Windows 10 upgedatet.

Die EDV-Betreuung rät dazu, vorerst mit dem Update auf Windows 10 zu warten, denn dies kann für ein Produktiv-System durchaus fatale Folgen haben:

Die Kompatibilität mit ihrer Standardsoftware und anderen Spezialprogrammen, sowie mit den im Universitätsnetz angebotenen Diensten kann derzeit und auch unmittelbar nach dem 29. Juli nicht gewährleistet werden. Zudem sind lizenzrechtliche Fragen bezüglich des Updates offen und bedürfen noch der Klärung. Das Update kann nicht wieder rückgängig gemacht werden, d.h. der Rechner müsste komplett neu installiert und eingerichtet werden.

Weder die EDV-Betreuung noch das Rechenzentrum werden deshalb für auf Windows 10 aktualisierte Systeme Support leisten können. Erst nachdem ausführliche Tests durchgeführt wurden, können weitere Empfehlungen ausgesprochen werden. Zudem besteht keine Dringlichkeit, denn das Update-Angebot gilt noch rund ein Jahr.

Wir raten vorerst dringend von einem unüberlegten Update auf Windows 10 ab.